Finsterwalde, Elbe-Elster, Brandenburg
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PRESSE
07.07.2016, 10:24 Uhr |
In 25 Jahren: Von der Wohnung zum Wohnen
Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde feiert Jubiläum


Mit einer Festveranstaltung für Geschäftspartner, Wegbereiter und Mitarbeiter und einem anschließenden Mieterfest hat die Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde mbH (WGF) gestern ihr 25. Firmenjubiläum gefeiert.

FINSTERWALDE -

Er habe eine Weile überlegt, wie sich 25 Jahre in einem kurzen Satz zusammenfassen lassen, erklärte Geschäftsführer René Junker gestern beim Festempfang. Er hat ihn gefunden: "Von der Wohnung zum Wohnen." Dass er mit diesem Leitsatz ins Schwarze getroffen hat, belegten auch die Ansprachen von Thomas Freudenberg, Aufsichtsratsvorsitzender, Bürgermeister Jörg Gampe und Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (beide CDU). Spontanen Applaus bekamen die Finsterwalder Sänger Veit Klaue, Klaus Mayer und Günter Figur für ihre zum Sängerlied hinzugedichtete Strophe. "Das stet'ge Wirken, hier gut zu wohnen, ist purer Segen für unsere Stadt […] Hotel Mama war gestern, heute gibt es die WGF."

Zu den Wegbereitern für die WGF gehörten Altbürgermeister Johannes Wohmann (FDP) und der erste Geschäftsführer Manfred Kauer. Nach dem Beschluss der Stadtverordneten vom 23. Januar 1991 haben sie den Gesellschaftsvertrag in Bremen unterschrieben. Beide waren der Einladung zum Festempfang gefolgt. Der Dank an die Mitarbeiter – "gut ein Drittel ist schon 25 Jahre dabei", stellte Freudenberg die WGF als "zuverlässigen Arbeitgeber" heraus – und die treuen Mieter stand gestern im Mittelpunkt.

Landrat Jaschinski verknüpft die "positive Entwicklung in der Sängerstadt" ganz entscheidend mit dem erfolgreichen Wirken der WGF, einem der größten Vermieter im Landkreis Elbe-Elster.

Zeitgemäße, bezahlbare Wohnungen in einem ansprechenden Wohnumfeld anzubieten, sei der Auftrag an das städtische Unternehmen, so Bürgermeister Gampe. Dabei gelinge der WGF der Spannungsbogen zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung. 2400 Wohnungen habe die WGF im Bestand, weitere 350 werden fremd verwaltet.

Die Herausforderungen an das Unternehmen waren gewaltig. In den 1990er-Jahren war ein jahrzehntelanger Sanierungsstau aufzuholen. Bis heute sind 431 Wohnungen mit einem Aufzug erreichbar. Mit Projekten in der Grabenstraße, am Kirchplatz, in der Naundorfer Straße und jüngst in der Westfalenstraße machte die WGF positive Schlagzeilen. Bis heute sind 125 Wohnungen neu gebaut worden. Zwischen Ring- und Grabenstraße entstehen derzeit zwei Mehrfamilienhäuser. "Der Leerstand liegt unter fünf Prozent, die Sanierungsquote ist überdurchschnittlich", lobte der Bürgermeister. Die WGF übernehme Verantwortung für Menschen in Not und stelle Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung.

René Junker verwies auch auf Klippen, zu denen 55 Millionen Mark Altschulden gehörten. Von den 4000 Wohnungen wurden 450 privatisiert. Da waren es immer noch 33 Millionen Mark. 140 Häuser wurden an frühere Eigentümer rückübertragen. Als "schweres Unterfangen" bezeichnete Junker den Freizug und Rückbau am Eppelborner Eck (2005), Klingmühler Eck und zum Teil in der Westfalenstraße (2010-2012). Junker sagte gestern: "Wir sind wirtschaftlich gesund." Er ist optimistisch, dass bis 2020 kein weiterer Rückbau notwendig sein wird.

Heike Lehmann





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