Finsterwalde, Elbe-Elster, Brandenburg
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PRESSE
14.01.2016, 09:52 Uhr |
Auftakt für Wohnen im Park
In Finsterwalder Wohnkomplex Süd innovativ umgebautes Typenhaus übergeben


FINSTERWALDE Johanna Badelt ist begeistert. Ihre nigelnagelneue Wohnung im Haus Westfalenstraße 16 in Finsterwalde sticht die zuvor hier anzutreffenden Wohnungen in DDR-typischer Blockbauweise um Längen aus. Die Wohnungsgesellschaft Finsterwalde hat ein Experiment gewagt – und gewonnen.

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Der teilweise zurückgebaute, komplett neu konzipierte und sanierte Wohnblock mit insgesamt elf Wohnungen in der Westfalenstraße 16 in Finsterwalde. Blumen gibt es zum Einzug – hier für die neue Mieterin Johanna Badelt (r.). Foto: Gabi Böttcher

Noch vor der offiziellen Übergabe des teilweise zurückgebauten, komplett neu strukturierten und sanierten Plattenbaus aus den 1970er-Jahren verabschiedeten sich schon Vertreter der Fachwelt aus Wohnungsgesellschaften der Region. Martin Ehring, Geschäftsführer der Haus- und Grundbesitzge- sellschaft mbH (HGB), aus Bad Liebenwerda lobt: "Eine gelungene Sache und Anregung, über solche Lösungen nachzudenken."

Für die Mieter der sechs 3-Raum-, vier 2-Raum- und einer 4-Raum-Wohnung ist es ein aufregender Vormittag. Siegfried und Anita Karaus, die ihr Haus in Finsterwalde Nord verkauft haben, freuen sich. Die Terrasse, der Fahrstuhl, das tolle Bad und der Zuschnitt von Bad und Küche überzeugen sie. "Außerdem haben wir Leben um uns herum, sehen Kinder, sind schnell in der Stadt", sagt Anita Karaus. Die Einbauküche sieht das Ehepaar zum ersten Mal und ist angetan. Es teilt die Freude mit den anderen Mietern, die nach den offiziellen Reden sogleich in ihren neuen vier Wänden Vorbereitungen für den baldigen Einzug treffen.
 

René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, kann sympathischerweise bekennen, etwas nervös zu sein. Aus gutem Grund. Denn ohne Wagnis war es nicht, unmittelbar nach seinem Amtsantritt als Geschäftsführer Mitte 2012 dem Vorschlag von Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) zu folgen und anstelle des bereits geplanten Abrisses von drei Wohnblöcken einen innovativen Weg zu beschreiten. Als Sieger eines Architektenwettbewerbes konnte schließlich das Finsterwalder Büro von Jürgen Habermann in Elbe-Elster bisher nicht beschrittenes Neuland beackern. Eine komplett neue Wohnqualität in einem einstigen Plattenbau Typ Brandenburg ist das Ergebnis. Die Baukosten betragen nach Unternehmensangaben rund 1,7 Millionen Euro. 6,50 Euro je Quadratmeter, zuzüglich Nebenkosten, sind von den Mietern zu zahlen.

Für Johanna Badelt, die sich von Zinnowitz bis Elsterwerda, von Freileben bis Doberlug-Kirchhain nach einer neuen Wohnung umgesehen hatte, machte das Haus in der Westfalenstraße das Rennen. Aus der Küche und dem Wohnzimmer hinaus auf eine großzügige Terrasse zu gelangen, eine Wanne und eine Dusche im Bad und Schwebetüren begeistern sie. Am 19. Januar wird sie die Schlüssel für ihr neues 81 Quadratmeter großes Zuhause entgegennehmen.
 

René Junker sieht die Westfalenstraße 16 als Symbol für den Mut der Finsterwalder, innovative Wege zu gehen. "Wir erhoffen uns von dem Gebäude einen Impuls für die Umgestaltung des Südkomplexes in den Wohnpark Süd", so der Geschäftsführer. Der Abriss von drei Wohnblöcken am nahegelegenen Sachsenring im Jahr 2017 bedeute eine weitere Herausforderung für die Gestaltung des Umfeldes. Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe mit Stolz auf das Geleistete: "Ich bin froh, dass der Aufsichtsrat der verrückten Idee des Umbaus gefolgt ist." Entstanden sei ein Generationenhaus mit vorzeigbarem Standard, das Signale aussende. Immerhin habe die Zahl der Einwohner in Finsterwalde im vorigen Jahr zugenommen, das Haus sei sofort vermietet gewesen.

Die Vision vom Wohnen im Park sieht Architekt Jürgen Habermann für den viele Jahre dauernden Umgestaltungsprozess des Südkomplexes deutlich vor Augen. Er wertet das umgebaute Haus als Zukunftsmodell und Auftakt dafür.

 

 



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